© 2020 Atlas Sicherheit. Made by NoCodeDesign / SEO CMB

Bodyguard & Personenschutz

Atlas Sicherheit Logo

Sicherheitsdienst und Personenschutz

Bestimmte Personengruppen in unserer Gesellschaft sind im Alltag mehr auf Schutz angewiesen als andere. Es gibt kaum Stars der Musik- und Filmbranche oder andere Personen öffentlichen Interesses, die sich ohne Personenschutz bewegen und beim Besuch eines hochrangigen Politikers wird regelmäßig ein Personenschutz Konzept mit einer ganzen Reihe von Sicherheitsvorkehrungen umgesetzt. Bekannte Persönlichkeiten und Angestellte des Öffentlichen Dienstes, sowie ihre Angehörigen, werden besonders oft zur Zielscheibe von Attentaten und Entführungen, sei es, um sie auszuschalten oder aber um Lösegeld zu erpressen. Für diese Personengruppen ist ein ausgebildeter Personenschützer – auch Bodyguard oder Leibwächter genannt – besonders wichtig. Neben Personen werden auch kostbare Gegenstände, wichtige Gebäude und Geldtransporte anvisiert und sind deshalb auf den Schutz durch einen Bodyguard angewiesen. Spezialisierte Sicherheitsunternehmen im Personenschutz Management stellen bei Bedarf einen professionell ausgebildeten und erfahrenen Bodyguard oder Leibwächter zur Verfügung.

 

Sicherheitsunternehmen und Personenschutz in der Security Branche

Zunächst muss zwischen einem privaten und einem staatlichen Bodyguard unterschieden werden. Handelt es sich um eine Veranstaltung mit Sicherheitsrisiko oder um einen Bediensteten des Staates, zum Beispiel einen Politiker, stellt der Staat – meist das Bundeskriminalamt - Security Maßnahmen und Personenschutz durch eine Sicherheitsfirma zur Verfügung. Diese staatlichen Bodyguards haben Durchsetzungsrechte und stehen damit auf einer Stufe mit Polizei und Bundeswehr. Privatpersonen, zu denen unter anderem bekannte Persönlichkeiten aus Film und Fernsehen und auch reiche Menschen, wie Unternehmer, zählen, müssen sich selbst schützen. Sie beauftragen über eine Sicherheitsfirma einen privaten Bodyguard, beziehungsweise eine ganze Gruppe (eine sogenannte Personenschutzgruppe, PSG), um für ihre leibliche Unversehrtheit zu sorgen. Diese arbeiten auf der Rechtsgrundlage der Notwehr und Nothilfe, haben aber keine Durchsetzungsrechte wie ein staatlicher Bodyguard.

 

Die häufigsten und bekanntesten Einsatzorte von Sicherheitsunternehmen sind Veranstaltungen, Clubs und Diskotheken. Der Personenschutz umfasst dabei die allgemeine Sicherheit der Gäste, die Kontrolle am Eingang (sogenannte ,,Türsteher'') und die Einhaltung der Hausordnung durch die Gäste. Sicherheitsunternehmen im Personenschutz und ihre Angestellten sind noch in vielen weiteren Bereichen tätig. So gibt es in vielen Städten eine City-Streife und Gebäude und Gegenstände von Wert – dies können Museen, aber auch Krankenhäuser sein - werden ebenfalls oft von einem Bodyguard bewacht. Auch Geldtransporte und Transporte von Wertgegenständen werden von einem Bodyguard begleitet. Öffentliche Räume wie Bahnhöfe oder Flughäfen haben einen erhöhten Sicherheitsbedarf, weshalb meist ein privater oder staatlicher Bodyguard eingesetzt wird. Ein Personenschutz Konzept, das vom Sicherheitsunternehmen ausgearbeitet wurde, ermöglicht es, den individuellen Bedarf an Sicherheitsmaßnahmen zu definieren und mögliche Gefahrenquellen im Vorfeld zu identifizieren. Der Arbeitsalltag ist von Bodyguard zu Bodyguard sehr unterschiedlich: Manchmal handelt es sich um einmalige Veranstaltungen mit Schutzbedarf, manchmal kann ein Auftrag über Wochen und Monate gehen, zum Beispiel, wenn eine Sicherheitsfirma eine City-Streife oder die Bewachung eines Gebäudes übernimmt.

 

Voraussetzungen für eine Ausbildung zum Bodyguard

Die Anforderungen an einen Bodyguard sind sehr hoch. Er oder sie trägt eine hohe Verantwortung, da eine Fehlentscheidung das Leben der zu schützenden Person und auch das eigene Leben gefährden kann. Eine solide Ausbildung und Professionalität sind daher ein absolutes Muss in der Security Branche. Die Ausbildung dauert mehrere Monate und muss, wenn es sich um die Ausbildung zum privaten Bodyguard handelt, in der Regel selbst bezahlt werden. Sie kann unter Anderem bei der IHK absolviert werden. Personenschützer ist ein anerkannter Abschluss mit Berufsbezeichnung, die nach dem erfolgreichen Ablegen der Prüfung verwendet werden darf.

 

Vor Beginn der Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit gibt es einige Grundvoraussetzungen, die ein angehender Leibwächter erfüllen muss, um in einer Sicherheitsfirma tätig werden zu können. Dazu gehören unter anderem ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis und die Ermächtigung, ein Kraftfahrzeug zu führen. Besonders entscheidend sind für einen Bodyguard ein hohes Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationsfähigkeit im Team, ein gepflegtes und sicheres Auftreten und Loyalität, da der Leibwächter seinen Schützling unter Umständen mit seinem eigenen Leben verteidigen muss. Zudem ist auch die körperliche Fitness nicht zu unterschätzen, da ein Leibwächter in Gefahrensituationen sofort in der Lage sein muss, zu reagieren. Eine gute Beobachtungsgabe und Eigenmotivation sind grundlegend. Eine hohe psychische Belastbarkeit ermöglicht es dem Bodyguard in Gefahrensituationen einen kühlen Kopf zu bewahren und mit belastenden Situationen umzugehen. Oft wird in der Security Branche auch Flexibilität vorausgesetzt. Es gibt in Sicherheitsunternehmen attraktive Verdienstmöglichkeiten. Dafür ist es für einen Bodyguard oft nötig, spontan zu verreisen und die zu schützende Person zu begleiten. Fremdsprachenkenntnisse, vor allem der englischen Sprache, sind dabei von Vorteil.

 

Personenschutz: Eine solide theoretische und praktische Ausbildung

Die Ausbildung zum Bodyguard oder Sicherheitsfachmann in einer Sicherheitsfirma ist in einen theoretischen und einen praktischen Teil unterteilt. Das Personenschutz Management umfasst viele verschiedene Bereiche. In der Theorie sind Kenntnisse über Sicherheitstechniken, Personenschutz Konzept und Personenschutz Management in Sicherheitsunternehmen, Gefahrenprävention, detaillierte Informationen über verschiedene Abläufe (Straßenverkehr, Räumung einer Veranstaltung,...), frühe Erkennung von potentiellen Angreifern und die Zusammenarbeit im Team grundlegend. Der Kommunikation kommt an dieser Stelle eine wichtige Bedeutung zu. In einer Sicherheitsfirma im Personenschutz ist es unerlässlich, miteinander zu kommunizieren, sei es über Handzeichen, Telefon oder Funk. Auch eine gewisse Kundenorientiertheit ist wichtig: Der Bodyguard sollte wissen, inwieweit der Kunde bereit ist, seine persönliche Freiheit aufzugeben, um geschützt zu werden und dabei immer einen professionellen Abstand wahren. So muss ein Bodyguard im Personenschutz unmittelbar auf Gefahren reagieren bzw. diese im Vorfeld erkennen können. Auch Elemente der einsatzbezogenen Psychologie kommen zum Tragen. Im Personenschutz ist es essentiell, Gefahren im Vorfeld zu erkennen. Ungewöhnliche Abläufe und auffälliges Verhalten müssen von einem Bodyguard bzw. der Sicherheitsfirma aufmerksam beobachtet werden. Er muss wissen, wie ein Angreifer oder Attentäter vermutlich vorgeht, wie er seine Tat plant und aus welchen Motiven, um ihm vorgreifen zu können. Manchmal können Gefahren auch von scheinbar harmlosen Personen ausgehen. So muss ein Bodyguard Stars oft vor ihren eigenen Fans schützen. Diese wollen ihrem Idol in der Regel keinen Schaden zufügen, gehen aber das Risiko ein, sich selbst und andere zu verletzen, um ihm nahe zu sein. Dieser Gefahr muss der Bodyguard vorgreifen.

 

Neben theoretischen Kenntnissen sind auch eine ganze Reihe praktischer Fähigkeiten im Personenschutz unverzichtbar: Ein Bodyguard muss Kampf- und Befreiungstechniken beherrschen und ein Schießtraining absolvieren. Dabei lernt er beidhändig mit verschiedenen Waffen umzugehen und diese im Notfall einzusetzen. Gleichzeitig muss ein Bodyguard sich im Zweifelsfall auch mit Alltagsgegenständen oder seinem Körper zur Wehr setzen können. Um gefährliche Konfrontationen zu verhindern, müssen im Personenschutz Deeskalationsmaßnahmen beherrscht werden. Fahrtechniken gehören ebenfalls zum Repertoire im Personenschutz, zum Beispiel, wenn es um das Durchführen eines Konvois oder das Verhalten in einer Anschlagssituation geht. Ein Bodyguard braucht besondere juristische Kenntnisse, um seine Rechte und Pflichten zu kennen. Er muss Notfallmaßnahmen zur Ersten Hilfe beherrschen, um Verletzten bis zum Eintreffen des Arztes helfen zu können. Schließlich braucht ein Bodyguard auch Kenntnisse im IT-Bereich, um sicher mit Computern arbeiten, Wanzen und Funkgeräte nutzen und Sicherheitssysteme installieren zu können. Zu diesen gehören Alarmanlagen, Brandschutzanlagen und elektronische Überwachungssysteme. Die Arbeit einer Sicherheitsfirma umfasst all diese Bereiche.

 

Weiterbildung zum Personenschützer

Aufgrund des stetig steigenden Bedarfs an Sicherheit in unserer offenen Gesellschaft ist die Nachfrage nach Sicherheitsunternehmen bzw. einem Bodyguard groß und die Security Branche wächst überdurchschnittlich schnell. Mit bestimmten Weiterbildungen ist es möglich, als Bodyguard bei einem Sicherheitsdienst im Personenschutz anzufangen. Dazu eignet sich die Weiterbildung zur geprüften Schutz- und Sicherheitskraft der IHK, mit der Quereinsteiger im Personenschutz anfangen können. Gleichzeitig sind im Personenschutz immer wieder neue Aspekte relevant, sodass auch ein erfahrener Bodyguard sich stets weiterbilden und neue Kontakte knüpfen muss.